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Über das Magazin

Hubraum — Klassiker aus der Werkstatt.

Hubraum ist ein deutschsprachiges Magazin für Youngtimer, Klassiker und norddeutsche Schrauber-Kultur. Wir schreiben über das, was zwischen Zwei-Säulen-Hebebühne, H-Kennzeichen-Gutachten, Bremen Classic Motorshow und Wert-Entwicklung von Mercedes-W124-Limousinen, BMW-E30-Touring-Modellen und Opel-Manta-B-Coupés passiert. Kein Lifestyle-Auto-Magazin, keine Sammler-Anlage-Beratung, keine Markenfixierung. Eine Publikation, die die Klassiker- und Youngtimer-Disziplin als die zusammengesetzte Tätigkeit nimmt, die sie tatsächlich ist.

Acht Ressorts — Klassiker, Youngtimer, Werkstatt, Restauration, Treffen, H-Kennzeichen, Markt, Strecke — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jedes Heft füllt alle acht Felder; manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Karosserie-Schweller-Reparatur, manchmal hängt eine ganze Ausgabe an einem H-Zulassungs-Verfahren mit Begutachtung nach § 23 StVZO. Die aktuelle Juni-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt im BMW-E30-Markt 2026, in einer Zwei-Säulen-Hebebühnen-Auswahl für die Heim-Werkstatt, in einer aktuellen H-Kennzeichen-Analyse und in einem Streckenplan durch die Lüneburger Heide.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen originaler Erhaltung und moderner Restauration. Eine im weitgehend originalen Zustand erhaltene Mercedes-/8-Limousine mit 230er-Motor, 60.000 km Originallaufleistung und voller Werkstatt-Historie ist auf dem Klassiker-Markt etwa 28.000 bis 38.000 EUR wert; eine vollständig restaurierte Mercedes-/8 mit neuer Lackierung, neuem Innenraum-Polster und überholtem Triebwerk kostet etwa 22.000 bis 32.000 EUR. Beide Linien haben ihre Berechtigung — die Originalitäts-Linie für Sammler:innen mit Geduld, die Restaurations-Linie für Anwender:innen mit täglicher Nutzungs-Disziplin. Wir verhandeln beide Linien nebeneinander.

Was uns historisch interessiert, ist die kontinuierliche Modernisierung der Schrauber-Disziplin. Karl Benz hat 1886 den Patent-Motorwagen Nummer 1 gebaut. Ferdinand Porsche hat 1934 den VW-Käfer als die Volkswagen-Konstruktion entworfen. Wilhelm Maybach hat die frühen Daimler-Motoren der Vorkriegs-Zeit konstruiert. Erich Bitter hat in den 1970ern die deutsche Manufaktur-Sportwagen-Linie geprägt. Burkard Bovensiepen hat 1971 Alpina als die BMW-Veredelungs-Manufaktur gegründet. Wir verstehen Klassiker als das, was sie sind: keine Sammlung fixer Restaurations-Wahrheiten, sondern eine Disziplin, die zwischen Originalitäts-Tradition, moderner Werkstoff-Technik und H-Kennzeichen-Recht jede Saison neu verhandelt wird.

Geschrieben ist Hubraum für Klassiker- und Youngtimer-Besitzer:innen mit eigener Werkstatt-Disziplin, die ihre Zwei-Säulen-Hebebühne von der Vier-Säulen-Bühne unterscheiden und ihre Schweller-Reparatur selbst schweißen, für Schrauber:innen mit Hebebühnen-Setup im Hof, die zwischen MIG-MAG-Schutzgas-Schweißen und Elektroden-Hand-Schweißen wechseln, für Klassiker-Verein-Mitglieder mit Vereinsleben, die ihre Stamm-Tisch-Termine in Niedersachsen ernst nehmen, und für junge Klassik-Einsteiger:innen, die ihr erstes 80er-Jahre-Projekt-Fahrzeug aus dem Scheunen-Fund holen. Wir setzen Lesefreude an Modell-Chassis-Codes, Drehmoment-Werten in Nm und H-Kennzeichen-Paragraphen voraus, aber keine 30-jährige Schrauber-Karriere.

Gastbeiträge

Hubraum nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — Restaurations-Logbuch, Werkstatt-Praxis-Bericht, Treffen-Reportage, H-Kennzeichen-Erfahrungsbericht, Wert-Index-Analyse, Streckenplan-Tagebuch — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Konkrete Modell-Chassis-Codes, Drehmoment-Angaben in Nm, EUR-Preise mit Datum und Werkstatt-Marken sind willkommen.

Klassiker sind für uns kein Anlage-Genre mit Wert-Erwartungen. Sie sind die Disziplin, in der eine vorbereitete Karosserie-Schweller-Reparatur am Sonntagvormittag in der Heim-Werkstatt den Unterschied zwischen H-Zulassung und Standzeit macht — wenn jemand vorher das richtige Schutzgas gewählt hat.